Ammar erzählt von seiner Flucht

… und dann wurde es plötzlich mucksmäuschenstill…

 

 

Diesmal wurde die Mannschaftssitzung der SG Marköbel zu einem besonderen Ereignis. Auf Anregung von Trainer Wolfram Rohleder, erzählte Ammar seinen Mannschaftskollegen und den zahlreich erschienen Besuchern von seiner alten Heimat Syrien, seiner Flucht nach Deutschland und der Ankunft in Hammersbach.
Ammar, der seit November 2015 unter uns wohnt, ist Fußballer mit Leib und Seele. Auch deshalb gehört er jetzt schon zum erweiterten Aufgebot für die 1.Mannschaft von der SG Marköbel. Ammar musste früh lernen, sich durchzubeißen. Bereits mit 3 Jahren verlor er seinen Vater, mit 18 Jahren machte er sich zusammen mit seiner Schwester auf den gefährlichen Weg nach Deutschland. Und manches, was er und seine Schwester auf der Flucht erdulden mussten, erzeugte bei Zuhörern feuchte Augen.

 

Er konnte mit seiner Schwester eine kleine Wohnung in Hammersbach beziehen, und die Freude war groß, als die Beiden nach ein paar Wochen ihre Mutter wieder in die Arme schließen konnten. Auch sie konnte fliehen, überlebte die Flucht und zog zu ihren Kindern in die kleine Wohnung. Vereint war die Familie damit aber nicht: Ammar hat noch 2 Brüder.
Der eine lebt in Ägypten, der andere in Frankreich.

Doch Ammar wollte sich in seiner neuen Heimat nicht lange mit Vergangenem aufhalten. Und er hatte auch Glück!
Worauf andere Flüchtlinge aus Syrien, die zur gleichen Zeit wie Ammar in Hammersbach ankamen, z.T. immer noch warten, nämlich die Anerkennung als Flüchtling, erhielt er bereits nach wenigen Monaten.
Denn diese Anerkennung als Flüchtling ist die Voraussetzung, um überhaupt einen Sprach – und Integrationskurs besuchen zu dürfen.
Und so durfte Ammar bereits nach kurzer Zeit die Schulbank drücken, und sich vor ein paar Wochen über einen mit „sehr gut“ bestandenen  B1 – Deutsch-Test freuen. Gerne würde er weiterlernen, und einen noch höherwertigen Sprachkurs absolvieren, aber leider ist dies für Flüchtlinge nicht so ohne Weiteres möglich. Aber wer Ammar kennt, weiß dass er sich auch davon nicht beeindrucken lässt. Er hat nämlich ein nächstes Ziel, das er den Zuhörern auf Nachfrage eines Mannschaftskameraden  auch verriet: Die Ausbildung zum Krankenpfleger!
Erste Fühler in diese Richtung sind bereits ausgestreckt. Und auch wenn noch nicht abzusehen ist, welche Hindernisse auf diesem Weg noch auftauchen, und wie oder ob diese zu bewältigen sind. Ammar und die, die ihm zur Seite stehen, geben so schnell nicht auf. Und da der Beginn einer möglichen Ausbildung erst im Spätsommer ist, bemüht er sich diese Zeit mit Praktika in diversen medizinischen Bereichen zu überbrücken. Es könnte also vielleicht auch sein, dass man demnächst z.B. bei einem Krankentransport einen Praktikanten und Fußballer von der SG Marköbel wieder erkennt…..

Neujahrsempfang am 15.01.2017

Hanauer Anzeiger vom 23.01.2017

Trainingsplan Wintervorbereitung 2016/17

Aus dem Hanauer Anzeiger vom 31.12.2016

Bericht aus dem Hanauer Anzeiger vom 17.12.2016

Bericht aus dem Hanauer Anzeiger vom 26.10.2016

Rückzug: KV Mühlheim steigt ab

In der Gruppenliga Frankfurt-Ost hat es den ersten Paukenschlag der Saison gegeben: Der KV Mühlheim zieht sich freiwillig aus der Liga zurück.

 

" Der KV Mühlheim hat seinen Rückzug nach Paragraf 44 der Spielordnung bei mir eingereicht und will in der A-Liga Offenbach einen Neustart wagen  ", bestätigte Verbandsfußballwart Jürgen Radeck den Schritt des Vereins. Dieser wird die Saison zu Ende spielen, steht aber bereits jetzt als erster Absteiger fest. Das bedeutet für die anderen Teams, dass sich die Zahl der sportlichen Absteiger um eine Mannschaft reduziert.

 

Die Nachricht um den freiwilligen Rückzug hatte sich gestern bereits verbreitet und für zahlreiche Spekulationen gesorgt, denn es fehlte zunächst die offizielle Bestätigung von Verbandsseite. Radeck wusste zwar Bescheid, was aber nicht für den Offenbacher Kreisfußballwart Jörg Wagner und Gruppenliga-Klassenleiter Harald Vorndran galt - beide erste Ansprechpartner für zahlreiche Vereinsvertreter. Radeck konnte aber schließlich für Klarheit sorgen.

Trikotspende für die SG Marköbel

           Wolfram Rohleder    Trainer der 1.Mannschaft

           Winfried Steinberg       Trainer der 2.Mannschaft


Die Gebäude der SG Marköbel in der Abendsonne